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Statistiken 2008

2008: Ein Rekordjahr für die Schweizer Uhrenexporte


Ab Mai verlangsamte sich der Rhythmus jedoch, und im letzten Quartal kam es zu einem deutlichen Rückgang.

2008 war für die schweizerischen Uhren­exporte ein weiteres Rekordjahr. Das Wachstum blieb zwar hinter demjenigen von 2007 zurück, profitierte jedoch von einem ausgezeichneten Jahresbeginn. Ab Mai verlangsamte sich der Rhythmus nach und nach. Nach 19 Quartalen unablässiger Verbes­serun­gen stellte sich in den letzten drei Monaten ein Rückgang ein. Über das ganze Jahr gesehen wurden die guten Ergebnisse vor allem durch die Luxus­produkte gestützt. Der Gesamtwert der schweizerischen Uhrenexporte belief sich im Jahr 2008 auf 17,0 Milliarden Franken. Das Jahres­wachstum von 6,7% entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Verbesserung um 1,1 Milliarden Franken. In fünf Jahren erhöhten sich die Uhrenexporte der Schweiz um 67%.

Exporte von Fertiguhren
Der allergrösste Teil der Uhrenexporte entfiel auf Fertiguhren. Ihr Wert stieg um 7,2% auf 15,9 Milliarden Franken. Im Jahr 2008 exportierte die Schweiz 26,1 Millionen Zeitmesser. Die Stückzahl von 2007 wurde um 210’000 Einheiten oder 0,8% übertroffen. Damit erhöhte sich die Zahl der exportierten Uhren im dritten aufeinanderfolgenden Jahr. Die Verbesserung ist sowohl dem untersten Preissegment als auch den Luxusuhren zu verdanken.

Entwicklung nach Materialien
Wertmässig entfiel der grösste Teil der schweizerischen Exporte auf Armbanduhren aus Stahl. Mit diesem Segment wurden insgesamt 6,4 Milliarden Franken oder 1,9% mehr erzielt, was im Vergleich zu den anderen Materialien dem geringsten Wachstum entspricht. Mit 5,4 Milliarden Franken erzielten auch die Uhren aus 18 Karat Gold einen hohen Wert und trugen mit einer Steigerung um 11,2% erheblich zum allgemeinen Wachs­tum bei. Die Bimetalluhren, die meistens aus Gold und Stahl bestehen, wiesen ein leicht überdurchschnittliches Wachstum von +8,8% auf. Ihr Wert betrug 2,2 Milliarden Franken. Im Gegensatz zu 2007 wurde der Anstieg der Anzahl exportierter Uhren nicht von den Stahlprodukten gestützt, die 520’000 Einheiten einbüssten und noch auf 14,3 Millionen Stück kamen (–3,5%). Das Wachstum ist bei den übrigen Materialien zu suchen, die 370 000 Einheiten zulegten und auf 5,5 Millionen Stück kamen (+7,1%). Die Kategorie der übrigen Materialien, zu denen an erster Stelle Aluminium gehört, verbesserte sich etwa in gleicher Höhe (+7,2%) auf 4,4 Millionen Stück.

Mechanische und elektronische Uhren
Das allgemeine Wachstum im Jahr 2008 ist nur den mechanischen Zeitmessern zuzuschreiben, die sich um 13,4% verbesserten. Bei den elektronischen Uhren war gleichzeitig ein Rückgang um 5,3% zu verzeichnen. Dafür verteilte sich der Gesamtanstieg der exportierten Stückzahl gleichmässig auf beide Produktarten. Bei den mechanischen Uhren betrug die volumenmässige Zunahme 2,4%, bei den elektronischen Zeitmessern 0,5%. Auf die Exporte mechanischer Uhren entfielen 16,5% der Stückzahl, aber über 70% des Gesamtwerts.

Entwicklung der Hauptmärkte
Die auf der ganzen Welt anzutreffende schweizerische Uhrenindustrie folgte im Jahr 2008 nicht auf allen Kontinenten demselben Trend. Ein Zugpferd war zweifellos Asien. Dank einer Verbesserung um 13,7% kam dieser Markt auf 7,4 Milliarden Franken. Damit entfielen über 46% der schweizerischen Uhrenexporte auf den asiatischen Kontinent. Im Vergleich dazu war Europa Abnehmer von fast einem Drittel. Der Alte Kontinent wies ein bescheideneres Wachstum auf (+4,4%) und erreichte einen Wert von 5,2 Milliarden Franken. Der zuerst von der wirtschaftlichen Abschwächung betroffene amerikanische Kontinent schloss das Jahr 2008 mit einem leicht rückläufigen Ergebnis ab. Der darauf entfallende Wert von 3,0 Milliarden Franken ging gegenüber 2007 um 1,9% zurück. Damit verlor Amerika einige Marktanteile und kam noch auf 19,0% des schweizerischen Exportumsatzes.

Afrika und Ozeanien mit nach wie vor je rund 1% des Gesamtwerts entwickelten sich unterschiedlich. Der erste der beiden Konti­nente verbesserte sich um 19,3%, während der zweite 1,6% einbüsste. Detaillierter betrachtet, ist Hongkong im Jahr 2008 zum wichtigsten Markt für die schweizerischen Uhrenexporte geworden. Sein Wert stieg um 10,9%. Mit einem Rückgang um 3,0% belegten die USA Rang zwei. Japan setzte seinen negativen Trend fort und stabilisierte seine Einbusse bei 4,5%.

In Europa hielten sich die wichtigsten Märkte gut. An der Spitze lag Frankreich mit einer Verbesserung um 15,1%. Italien schloss das Jahr mit verminderter Ge­schwin­dig­keit ab und erreichte schliesslich noch eine Zunahme um 2,5%. Deutsch­land lag mit +10,2 % über dem Durchschnitt. Unter den übrigen Märkten ist vor allem China zu erwähnen, das dank einer Steige­rung um 43,1% zwei Ränge gut gemacht hat und nun auf Platz sieben liegt. Im Mittleren Osten erwiesen sich die Arabischen Emirate und Saudi-Arabien für die schweizerische Uhren­industrie ebenfalls als sehr interessant.

Uhrenexporte weltweit
Die hier stehenden Angaben zeigen die Uhrenexporte und -importe der weltweit wichtigsten Marktteilnehmer. Sie beziehen sich nicht auf die Uhrenproduktion der Welt. Schätzungen zufolge beläuft sich die Produktion auf rund 1,2 Milliarden Stück; die Angaben für Export und Import liegen allerdings höher, da hier auch eventuelle Doppel­zählungen durch Re-Exporte inbegriffen sind. Trotzdem vermitteln diese Daten ein ziemlich präzises Bild der Marktkräfte und globalen Tendenzen in der Uhren­branche.

Im Vergleich zu den übrigen wichtigen Teilnehmern des Uhrenmarktes exportierte die Schweiz im Jahr 2008 den höchsten Wert. Ihr Ergebnis betrug 15,8 Milliarden Dollar, was in Lokalwährung einem Wachstum um 6,7% entspricht (wechselkursbereinigt).

Hongkong steigerte sich stärker, nämlich um 10,5% auf einen Gesamtexportwert von 7,1 Milliarden Dollar. Als wichtigste Drehscheibe für Uhrenprodukte führte Hongkong den grössten Teil seiner Exporte in die USA, nach China, in die Schweiz und nach Japan aus. Das chinesische Wachstum schwächte sich ab und lag Ende 2008 noch bei 3,1%. Der Wert seiner Uhrenexporte erreichte 2,7 Milliarden Dollar. Die wichtigsten Destina­tionen waren Hongkong, die USA und Japan.

Fertiguhrenexporte
In Bezug auf die Zahl exportierter Armband­uhren führte China im Jahr 2008 die Rangliste klar an. Das Reich der Mitte exportierte 550,2 Millionen Zeitmesser ins Ausland, was gegenüber 2007 einem Rückgang um 13,8% entspricht. Auch Hongkong verzeichnete eine erhebliche Einbusse um 10,0% und führte noch 425,8 Millionen Uhren aus. Mit 26,1 Millionen exportierten Einheiten oder 0,8% mehr lag die Schweiz auf dem dritten Rang.Die meisten übrigen Exporteure mussten sich mit geringeren Volumen zufriedengeben. Die von China exportierten Armband­uhren wiesen einen gegenüber 2007 konstanten Durchschnittspreis von 2 Dollar (Exportpreis) auf. Der mittlere Preis der von Hongkong exportierten Uhren erhöhte sich im Jahr 2008 auf 11 Dollar.

Die Schweiz spielte in einer anderen Kategorie, denn sie führte ihre Uhren für durchschnittlich 563 Dollar aus. Dieser Wert widerspiegelt die Merkmale der Schweizer Produkte, die stärker auf Edelmetall und mechanische Werke ausgerichtet sind.

Uhrenimporte weltweit
Hongkong ist derjenige Markt, der im Jahr 2008 am meisten Uhrenprodukte importierte, von denen ein grosser Teil allerdings für die Wiederausfuhr bestimmt war. Der Wert seiner Importe betrug 6,2 Millionen Dollar, was gegenüber 2007 einer kräftigen Steigerung entspricht. Die USA reduzierten ihre Uhrenimporte geringfügig auf 4,3 Milliarden Dollar. Entsprechend ihrem Wachs­tum erhöhte die Schweiz ihre Einfuhren auf einen Gesamtwert von 2,6 Milliarden Dollar. Japan folgte derselben Tendenz, lag jedoch aufgrund der Wechselkursentwicklung zurück. Sein Importwert lag bei 2,5 Milliar­den Dollar. Frankreich erlebte ebenfalls eine vergleichbare Steigerung und führte schliess­lich Uhrenprodukte im Wert von 2,1 Milliar­den Dollar ein.
 

































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